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27.07.2009 | Paris
Bis in die Morgenstunden getanzt

Hallo,

nach einem ausgiebigen Frühstück in einer Pariser Brasserie sitze ich gerade auf dem Flughafen in Paris und warte auf den Flieger, der mich nach Hause bringt. Drei Wochen Tour sind überstanden und was soll ich sagen: Es war insgesamt eine schöne Tour, auch wenn ich natürlich mit meinen eigenen Ergebnissen nicht zufrieden bin. Eine gute Platzierung oder ein Etappensieg war leider nicht drin, aber bei den gesundheitlichen Problemen muss ich wohl froh sein, es überhaupt nach Paris geschafft zu haben. Aber nächste Jahr heißt es wieder Attacke!

Zum Abschluss bin ich ja noch mal mit einer Gruppe weggekommen. Das hätte ich mir mal für die erste Woche gewünscht. In Paris sind die Chancen eigentlich aussichtslos. Aber es war trotzdem ein tolles Gefühl, das Rennen auf den Champs Élysées anzuführen. Danach fällt dann der ganze Druck von einem ab. Auch wenn wir als Team keinen Etappensieg errungen haben, können wir mit der Tour zufrieden sein. Wir sind kämpferisch gefahren und haben immer jemand vorne dabei gehabt, nur halt leider nicht ganz vorne. Aber das holen wir nächstes Jahr nach.

Am Abend hatten wir dann mit unserem Team noch ein schönes Abendessen und sind dann noch in eine Bar weitergezogen, in der bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wurde. Die meisten Fahrer haben ja noch Teamveranstaltungen, aber so nach und nach sind die alle eingetrudelt und haben sich auf der Tanzfläche ausgetobt. Man mag es ja nach drei Wochen Quälerei nicht glauben, aber das geht immer noch. Ganz vorne für uns mit dabei war Johannes. Der hat ein paar echt interessante Moves drauf.

Jetzt geht es für mich erst mal mit den Kriterien in Neuss und Rhede weiter. Das ist immer eine schöne Abwechslung mit vielen Zuschauern und Sonntag ist dann schon der Sparkassen-Giro in Bochum, wo wir wieder mit unserem Milram-Team am Start stehen.

Vielen Dank, dass ihr alle so eifrig mein Tagebuch gelesen und mir die Daumen gedrückt habt,

Euer Fabian